Qualifizierung durch perspektywa

Gibt es Unterschiede zwischen Deutschen und Polen? Welche Werte haben deutsche Alteingesessene? Welche Werte sind für polnische Zuzügler*innen wichtig? Was sind die Gemeinsamkeiten? Mit diesen spannenden Fragen hat perspektywa zwischen 2016 und 2019 jährlich ein deutsch-polnisches interkulturelles Training „Interkulturell kompetent im Grenzgebiet“ entweder in Löcknitz oder Gartz (Oder) durchgeführt.

Verschiedene Übungen haben dabei bestätigt, dass die Werte und Normen, die für beide Seiten wichtig sind, nicht sehr stark voneinander abweichen. Warum kommt es aber manchmal zu Missverständnissen? Um diese Frage zu beantworten, nahm Dr. Erik Malchow die Teilnehmer*innen mit auf die Reise in die 1000jährige Geschichte Polens und Deutschlands. Dabei wurde wahrnehmbar, wie weit häufig die Ursachen für Missverständnisse zurückreichen.

Bei den Seminaren konnten sich die Bürger*innen und Multiplikator*innen mit ihrer eigenen Kultur, Prägung und Sozialisation ganz praktisch auseinandersetzen und wurden mit dem Eigenen und Fremden konfrontiert. Ziel war es, die deutsch-polnischen Gemeinsamkeiten und Differenzen zu thematisieren, um eine Grundlage für eine Sensibilisierung gegenüber den eigenen Vorurteilen zu schaffen. Dabei wurde eine differenzierte Sicht auf die jeweils andere Kultur sowie die Fähigkeit kulturelle Unterschiede und Muster zu erkennen und zu akzeptieren gestärkt.

Das Format hat sich etabliert und wird als festes Angebot des Projektes stark nachgefragt. In Greifswald, Pasewalk und Szczecin (Stettin) gibt es inzwischen weitere Akteure, die ein ähnliches Format anbieten. Die Partner von perspektywa  waren dabei über die Jahre die Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern, die Deutsch-Polnische Gesellschaft Vorpommern und das Amt Gartz (Oder).

Einen Einblick gibt es in unserem Videoblog: