Bürgerdialog im Amt Gartz (Oder)

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„Leben im Amt Gartz (Oder)“

Wie entwickelt sich das Amt Gartz (Oder) in der Zukunft? Welche Rolle spielt Stettin? Wie kann die Entwicklung angesichts knapper Kassen vorangehen? Wie klappt es mit dem deutsch-polnischen Zusammenleben? Was können wir vor Ort dafür tun, damit eine Spaltung der Gesellschaft verhindert werden kann? Wie geht es weiter mit den Schulen und Kitas?

Das waren Themenschwerpunkte, die am 24. November 2017 auf dem Bürgerdialog intensiv von Bürgerinnen und Bürgern besprochen wurden. Dabei sind sechs Bürgervorschläge entstanden, die anschließend in der Diskussion mit dem Amtsdirektor Frank Gotzmann, dem 2. Beigeordnete des Landeskreises Frank Fillbrunn und dem Landtagsabgeordneten Mike Bischoff vorgestellt wurden.

Als Dokumentation haben wir für Sie die erarbeiteten Bürgervorschläge zusammengefasst.

1) Bürgervorschlag: Oberschule für Gartz (Oder) und die Region

Wir stehen vor der Herausforderung, wieder eine Oberschule einzurichten. Deshalb sollten Schulträger, Landkreis und Landtag Maßnahmen ergreifen. Konkret schlagen wir vor, als ersten Schritt eine Zweigstelle und später Neubau eines neuen Gebäudes. Anderenfalls könnte es passieren, dass die Jugend weiterhin abwandert. Wir glauben, dass mit dieser Maßnahme die Schüler länger in ihrem Heimatort bleiben, keine langen Schulwege anfallen und die Heimatverbundenheit gestärkt wird – in Bezug darauf wäre es möglich, dank der günstigen Grenzlage und dem Zuzug  die Entwicklung von deutsch-polnischen Klassen (deutsch-polnisches Schulprojekt) zu ermöglichen.

2) Bürgervorschlag: Bildungslandschaft entwickeln

Wir stehen vor der Herausforderung, dass wir unsere Region attraktiver machen sollten. Deshalb sollten: Stadt, Gemeinden und Amt in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Maßnahmen ergreifen. Konkret schlagen wir vor: Schulsanierung, Sanierung der Kita, Erweiterung um neue Standorte. Anderenfalls könnte es passieren, dass unsere Region für Zuzügler und Einheimische unattraktiv wird. Wir glauben, dass mit dieser Maßnahme die Bevölkerung wachsen wird, die Region attraktiver wird und das Zusammenwachsen gefördert wird.

3) Bürgervorschlag: Grenzüberschreitende Information

Wir stehen vor der Herausforderung, dass der gegenseitige Informationsfluss verbessert werden sollte. Deshalb sollte in den Medien mehr und zweisprachig zu kulturellen, touristischen u. a. Ereignissen informiert werden. Konkret schlagen wir vor, über eine Förderung einer Beilage zur kostenlosen Wochenzeitung, Amtsblatt, MOZ erscheinen zu lassen, Internetseite vom Amt Gartz um diese Informationen zu ergänzen. Anderenfalls könnte es passieren, dass alles so bleibt, wie es ist. Wir glauben, dass mit dieser Maßnahme das gegenseitige Interesse gefördert wird!

4) Bürgervorschlag: Stärkere Anbindung an STETTIN

Wir stehen vor der Herausforderung, die Region dichter an Stettin anzubinden. Deshalb sollten: das Land, der Landkreis, die Region und die Stadt Stettin Maßnahmen ergreifen. Konkret schlagen wir vor, dass eine kulturelle und infrastrukturelle Anbindung an Stettin geschaffen wird. Anderenfalls könnte es passieren, dass wir total von der Entwicklung abgekoppelt sind. Wir glauben, dass mit dieser Maßnahme die Zukunft der Region gestärkt wird.

5) Bürgervorschlag: Zweisprachigkeit fördern

Wir stehen vor der Herausforderung, das sprachliche Verständnis zu verbessern. Deshalb sollten: Stadt, Gemeinden und Amt Maßnahmen ergreifen. Konkret schlagen wir vor, Sprachkurse zu organisieren (Volkshochschule oder Privatinitiativen) und deutsch-polnische Konzept an Schulen und in der Kitas zu vertiefen. Anderenfalls könnte es passieren, dass Chancen für ein besseres Zusammenleben ungenutzt bleiben. Wir glauben, dass mit dieser Maßnahme das gemeinsame Zusammenleben gestärkt wird und Zukunft für alle in unserer Region geschaffen wird.

6) Bürgervorschlag: Retten wir unsere Landwirtschaft

Wir stehen vor der Herausforderung, dass Ackerland für ortsansässige Landwirte unerschwinglich wird. Deshalb sollte die Landesregierung Maßnahmen ergreifen. Konkret schlagen wir vor, dass Treuhandland nur an Landwirte aus der Region verkauft wird (mit Auflagen – keine Monokulturen, größere Artenvielfalt). Anderenfalls könnte es passieren, dass in der Landwirtschaft ortsansässige keine Arbeit finden. Wir glauben, dass mit dieser Maßnahme die Arbeit für junge Leute da ist und dass sie damit eigene landwirtschaftliche Betriebe gründen können.

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